Herzschrittmacher
bei Patienten mit Herzschrittmacher in der Routine möglich
Herzschrittmacher Patienten können endlich die diagnostischen Vorteile der Kernspintomographie (MRT) gegenüber dem bisher möglichen CT nutzen
Die MRT bei Patienten mit einem Herzschrittmacher war bislang nicht möglich, da in Folge des starken Magnetfeldes und den eingestrahlten Hochfrequenz-Pulsen bei Hochfeld-Geräten eine Erhitzung oder Verschiebung des Herzschrittmachers, sowie eine Schädigung der Herzschrittmacher-Elektronik und des Herzmuskels befürchtet wurde. Ab jetzt kann eine MRT unter bestimmten Bedingungen sicher durchgeführt werden.
Bedingungen sind:
- Ein Kernspingerät mit niedriger Magnetfeld-stärke bis max. 0,5 Tesla. Der Offene Kernspin, Fa. Siemens, mit 0,2 Tesla ist besonders gut geeignet (s. Bild).
- Die geforderte Sicherheit kann nur in einer engen Zusammenarbeit mit dem anwesen
den Kardiologen erfolgen. Der Kardiologe beurteilt die Eignung des Patienten für die Untersuchung, stellt den Herzschrittmacher für die Dauer der Untersuchung in den asynchronen Modus, überwacht die Herz-Kreislauf-Situation und das EKG während der gesamten Untersuchung und programmiert nach Ablauf der MRT den Herzschrittmacher wieder in die Ausgangslage.
Von Dr. Sommer und Kollegen, der Univeräsität Bonn* wurde berichtet, dass die MRT auch bei Patienten mit Herzschrittmacher erfolgreich angewendet werden kann, sofern Geräte mit einer vergleichsweise geringen Magnetfeldstärke von max. 0,5 Tesla eingesetzt werden.
*Quelle: MR Imaging and Cardiac Pacemakers: In Vitro Evaluation and in Vivo Studies in 51 Patients at 0,5 T. Radiologiy, 215, 869-879, 2000, Dr. Sommer et al

